"Remember Mia"
von Alexandra Burton
Eine junge Mutter kämpft darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen -
während die Welt sie für die Mörderin ihres Kindes
hält.
Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im
Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer
tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - schwer verletzt.
Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es
hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wer? Nur sehr langsam dringt
die wichtigste Frage in ihr Bewusstsein: Wo ist Mia, ihre sieben Monate
alte Tochter?
Sie war nicht mit im Unfallwagen.
In
einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen
zurück:
Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in
New York verschwunden.
Und Estelle wird auf einmal vom Opfer
zur Hauptverdächtigen.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Alexandra Burton und dem dtv
Verlag,
dass ich ein Leseexemplar erhalten habe und an der tollen
Leserunde teilnehmen durfte :-)
Meine persönliche Meinung:
Was ich richtig toll fand an diesem Buch war der Schreibstil von
Alexandra Burton, die mit "Remember Mia" ihr Debut abliefert.
Ich habe
das Buch als sehr kurzweilig empfunden trotz der knapp 400
Seiten, es las sich sehr flüssig und war mit einem detaill- und
bilderreichen Stil ausgeschmückt, der mich gut miterleben ließ. Auch
hervorheben möchte ich die Auseinandersetzung der Autorin mit
den Psychologischen und therapeutischen Verfahren, die sie in ihrem
Buch erwähnt, auch sehr gut erklärt, und in die Handlung einfließen
lässt, denn das finde ich sehr gut gelöst.
Die Protagonisten sind für mich angerissen, aber nicht klar. Estelle als Hauptcharaktere ist eine Frau, deren Alter, Haarfarbe, Figur, Familienstand ich weiß, doch das war es.
Dann bekomme ich
einen riesen Einblick in ihre Seele und Vergangenheit, doch wer sie
jetzt als erwachsene Frau ist, weiß ich nicht wirklich - sie ist für
mich nicht greifbar.
So geht es mir mit allen anderen
Figuren auch. Am besten glaube ich noch Jack, Estelle´s Mann, erfassen zu können,
der durch sein Empfinden und Handeln zuerst als kalt und egoistisch
rüberkommt, jedoch vielleicht genau dadurch klar
erscheint.
Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt:
Teil 1, in dem die Hauptprotagonistin, die auch die Erzählperspektive in diesem Buch einnimmt,
den Plot aufrollt, empfand
ich als eher neutral und richtungsweisend für den weiteren Verlauf.
Teil
2 hingegen war für mich schleppend, verwirrend und auch nicht
ausreichend definiert geschrieben, um mir als Leser das Folgen zu
erleichtern. Ich driftete oft ab, ja, ich quälte mich durch diesen
Teil des Buches.
Ab der ersten Seite des 3. Teils hingegen kam mehr
Aktion der Charaktere in die Handlung, diese wurde wieder klarer,
nachvollziehbarer, und ich fand diesen Abschnitt des Buches
spannend, hatte ihn in kurzer Zeit gelesen und wollte nun unbedingt
mehr wissen! ;-)
Leider ließ das alles im letzten und 4. Teil des Buches
wieder stark nach, der im Zeitraffer geschrieben war
und die Suche nach Mia über weitere vier Jahre umreißt.
Zugegeben, die Auflösung der Handlung war für mich erst nicht absehbar, doch dann zog sich die Suche nach Mia sehr lange hin und richtig aufgeklärt wurde alles dann doch nicht bis ins Detail.
Ob das alle Leser brauchen oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen, doch ich hätte es mir gewünscht. Auch den "Knaller", den ich mir am Ende eines Thrillers wünsche, habe ich hier vergeblich gesucht.
Der "Thriller" war hier wohl eher in den 300 Seiten zuvor
versteckt, der mir öfters durch Verwirrung das eben genannte Abdriften
verursachte, oder durch Ekel den Würgereiz auslöste.
Leider nicht das, was ich mir vorstelle.
Fazit ist also, dass die Autorin von der Art zu Schreiben, ihrer Worte usw, in meinen Augen auf jeden Fall ein sehr gutes Händchen hat, jedoch dieses Buch leider Schwächen für mich aufzeigt und mich nicht komplett erreichen konnte.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen