Hallo Freunde der Bücher und der Phantasie!
Ich habe Anfang Januar die Gesamtausgabe von
"Die Wolfselbin"
von Susanne Ferolla
lesen dürfen,
was ich der lieben Ruth von Digital Publisher verdanke,
die ich hiermit ganz herzlich grüßen möchte! :-)
Nach meinen ganzen Thrillern, konnte ich hier
mal wieder in eine ganz andere Welt ein- und auch abtauchen.
Zum Inhalt:
Auf den Wolfselben lastet große Schuld: Einst ließen sie, dass Kriegsherr Xeres ihre Magie missbraucht und die toten Schatten erschafft. Längst sind die dunklen Zeiten vorbei. Doch im Fundament der Wasserfallstadt Thoran hat einer von Xeres´ Seelenfressern überlebt.
Die Wolfselbin Jerelin wächst als Außenseiterin zusammen mit ihrem Menschenbruder Florin auf, dessen Leben ohne die temperamentvolle Wolfselbin trostlos und ohne Träume wäre. Aber ausgerechnet Florin kommt hinter Jerelin´s Geheimnis ihrer Herkunft. Aus Angst, Jerelin würde das verhasste Dorf verlassen, verschweigt er ihr die Wahrheit. Doch Jerelin schwebt in großer Gefahr - der tote Schatten ist hinter ihr her! Als sich herausstellt, was Xeres´ einstiger Diener in Wirklichkeit ist, muss Florin seine Ängste überwinden. Oder Jerelin und die Welt, wie er sie kennt, sind verloren.
Meine persönliche Meinung:
Die Beschreibung zu den Büchern rund um "Die Wolfselbin" haben mich richtig neugierig gemacht, und ich habe mich sehr auf die Gesamtausgabe gefreut und auch gleich drauf gestürzt, als ich sie dann hier in Händen hielt. Ich bin jedoch sehr hin- und her gerissen, was meine Meinung dazu betrifft, das möchte ich näher erläutern.
Als ich zu Lesen begann, kam ich erstmal mit den vielen Namen und Figuren nicht zurecht. Ich habe dann wirklich angefangen, mir nach wenigen Seiten eine Skizze anzulegen und Verbindungen untereinander zu notieren, sobald ich Zusammenhänge erfassen konnte oder neue Charaktere hinzu kamen. Zudem fand ich kaum Informationen, wo ich mich gerade befinde: Zeit, Land, Raum, Wesen - ich fühlte mich planlos, das Lesen war irgendwie ein Rätsel. Ich ließ mich darauf ein und die sogenannte Vorgeschichte konnte mich dann doch neugierig machen auf "mehr".
Leider wiederholten sich diese Prozesse immer wieder im Buch: mir fehlten Informationen, ich wusste nicht, wo wir uns gerade befinden oder warum, ich erkannte keinen Sinn in manchen Handlungen und die Figur "Jerelin" war auf einmal komplett weg für einen großen Teil des Buches. Schön waren viele detaillierte Beschreibungen zu Eindrücken, die von den Figuren auf ihrer Reise gemacht wurden, andererseits waren diese a) an anderen Stellen zu wenig bzw b) ließen sie mich mehr und mehr abschweifen. Meist war das Kapitel zu Ende und ich entdeckte keinen roten Faden in dem, was ich gelesen hatte, ich hatte keinen Kontext, mit dem ich weiterlesen konnte. Das war für mich alles sehr konfus, verwirrend, oft langatmig und ließ meine Gedanken leider viel zu oft vom Buch weg schweifen. Bis zur Hälfte war das Interesse am Buch nur noch mau vorhanden und ich ackerte mich echt bis zum Ende durch, denn es war ein Aufwand an Konzentration nötig, um bei der Sache zu bleiben.
Die Handlung selbst ist für mich immer noch interessant und wirklich spannend, doch leider nicht gut aufgebaut und umgesetzt. Manchmal ist weniger mehr, Struktur & Ordnung die halbe Miete! Ich liebe Fantasybücher, gerne auch im Jugendbereich angesiedelt, da lese ich die Bände vor- und rückwärts, doch da kann "Die Wolfselbin" leider nicht mithalten. Fantasy, bildhafte Erzählung, ein bisschen Märchen, Träumen, Kampf, Spannung, Intrige und Verrat findet man hier aber auch, also ist jeder hier richtig, der sich sowas von einer guten Trilogie wünscht!