Zurück in die Vergangenheit mit uns!
Wir schreiben das Jahr 1860,
befinden uns auf Rosewood Hall
und feiern ein großes Fest...
~*~
Hallo Ihr Lieben,
klingt das bisher gut für Euch?
Dann lest ruhig weiter,
denn heute möchte ich Euch von Lady Jane Allan in
"Die Tote von Rosewood Hall"
von Annis Bell
erzählen.
"Wiltshire 1860: Lord Henry Pembroke hat sich alle Mühe mit der Ausrichtung eines Balls für seine geliebte Nichte Lady Jane auf Rosewood Hall gegeben. Auf der Gästeliste stehen die begehrtesten Junggesellen der
Londoner Gesellschaft, denn der kranke Lord möchte die Zukunft seiner Nicht, die ihm mehr eine Tochter ist, gesichert wissen. Doch der Abend nimmt einen gänzlich anderen Verlauf als geplant...
Ein verletztes Mädchen stolpert in der winterlichen Ballnacht durch den Garten von Rosewood Hall und wird von Lady Jane entdeckt. Jane, eine unkonventionelle und allzu selbstbewusste, junge Frau, bringt die Namenlose im Wintergarten unter. Mit ihrem letzten Atemzug bittet die Sterbende Jane darum, ihre Freundin Mary zu finden und vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Das Schicksal der gequälten Kreatur geht Jane nahe und sie verspricht, zu helfen."
Meine persönliche Meinung:
Ach, war das herrlich, in das Leben der jungen Lady Jane einzutauchen!
Die Autorin Annis Bell schildert die Geschehnisse und Erlebnisse im Jahre 1860 so intensiv und detailliert, dass man sich wirklich vorkommt, als wäre man Lady Jane´s Begleiterin, ihre Zofe vielleicht.
Doch halt, Lady Jane hat ja eine Zofe, Hettie ihr Name, und mit Hettie kann so schnell niemand mithalten, denn sie ist sehr gelungen. Aus einfachen Verhältnissen und auch noch sehr jung, doch willig zu lernen, arbeitseifrig und ihrer Herrin Lady Jane stets zu Diensten.
Auch Lady Jane macht so schnell niemand was vor. Gebildet und wissbegierig, sieht sie sich nicht in der typischen Rolle einer Ehefrau, die das Haus und mögliche Kinder hütet und dort für ein Nestwärme sorgt, damit sich ein Ehemann wohlfühlt, nein. Lady Jane möchte mit ihrem Wissen und auch ihrem Geld Sinnvolles anfangen, sich für Gutes engagieren und sich an den richtigen Stellen einsetzen. Damit kann ja nun nicht jeder Mann im 19. Jahrhundert was anfangen, andere hingegen sind richtig angetan von dieser Art "Wildfang" und Ungezähmtheit. Hier habe ich in vielen Situationen schmunzeln müssen während des Lesens, denn Lady Jane hat eine scharfe Zunge und hält sich ihre Gedanken nur selten zurück, sondern spricht diese meist aus.
Unter allen Heiratsanwärtern scheint nur nicht der richtige dabei zu sein, Lady Jane weiß genau was sie will und das ist ihre Freiheit nicht verlieren. Wie gut, dass es diesen Freiheitsdrang, den sie verspürt, auch bei einem Heiratskandidaten gibt, nämlich bei Captain Wescott, einem unglaublich gutaussehendem, charmanten Kerl, der jedoch auch sehr geheimnisvoll und verschwiegen ist. Die beiden einigen sich auf ein Heiratsarrangement, das für beide Seiten Vorteile mit sich bringt, ohne dass sich jemand durch eheliche Pflichten eingeengt fühlen muss. Aber mal ganz ehrlich: Eine schöne, junge Frau und ein charmanter, geheimnisvoller Mann? ..... Ganz genau!!!! ;-)
Die Handlung verspricht viel Spannung, denn die Tote im Wintergarten von Rosewood Hall bringt einige Geheimnisse und Verschwörungen ans Tageslicht. Abgründe tun sich auf und Lady Jane ist hier wirklich einem Vergehen auf der Spur. Sie macht sich dadurch selbst zur Zielscheibe und kann sich ihrer Helfer, Verbündeten und ihres Beschützers in anziehender Gestalt glücklich schätzen.
~*~
Fazit:
Ein Abenteuer in gerafften Röcken, mit Regenschirm bewaffnet, chauffiert in Kutschen, bittet zum Tanz! Ich fand es amüsant und gut geschrieben, daher 4 von 5 Sterne!
Eure MeiLing
PS: Dies war Band 1 der Lady Jane Reihe, Band 2 nennt sich "Die schwarze Orchidee" und ist schon im Lesemodus ;-)

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