Leseratten aufgepasst,
hier kommt ein echter Leseknüller!
Ich war ja die letzten Wochen eher ruhig, was Rezensionen angeht,
doch ich habe dennoch so vor mich hin gelesen.
Genauer gesagt, habe ich in den vergangenen Wochen drei Bücher gelesen,
nur die Muse zum Rezitieren war mir leider nicht hold.
Das soll sich jetzt ändern,
daher starte ich mit
"Passagier 23"
von Sebastian Fitzek.
--- Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen.
Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt.... ---
Zum Buch:
"Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff "Sultans of the Seas" - niemand konnte ihm genau sagen, was geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er
den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Board der "Sultan" kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen - und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der "Sultan" verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm.... "
Meine persönliche Meinung:
Ich bin absoluter Thrillerfan, Psychothriller: Noch besser!
Und wenn es sich dann noch um Fitzek handelt ---> *strike*
Dennoch wollen wir uns hier das Buch mal vornehmen und genauer hinsehen, was es uns alles bietet, oder vielleicht auch nicht.
Fitzek´s Schreibstil ist und bleibt unverwechselbar, was beim Lesen mitreißt und Freude macht. Die Spannung ist sofort da, bleibt durchgehend erhalten und bringt am Ende einen Höhepunkt. Bei "Passagier 23" mochte ich die recht kurzen und knackigen Kapitel, die sich immer auf eine Szene bezogen und einen coolen Cliffhanger lieferten als Abschluss. Jedes Mal wieder beendete ich ein Kapitel mit eigenen Gedanken, Spekulationen und Grübeleien; das macht einfach mega Spaß! 😉
Die Protagonisten fand ich in diesem Buch einfach genial. Martin Schwartz als Hauptcharakter ist richtig gut skizziert, sowohl als Ermittler, also als Genie in seinem Job, aber eben auch als gebrochener Mann durch seine Geschichte (die ihn jedoch eben auch so erfolgreich im Job macht: Er geht durch sämtliche Anforderungen, egal ob Haare oder Ohr ab - was für einen Auftrag sein muss, das macht er, er ist vollkommen durch auf Grund seines Verlustes). Weitere Charaktere fand ich super in das Geschehen eingebunden, die Informationen, die gegeben waren, waren stets ausreichend und clever verwoben, die Auflösungen bis zum richtigen Zeitpunkt hinaus gezögert, so dass es ständig Spannungskicks gab. Besonders die alte Dame, die an ihrem Thriller arbeitet, war an Skurrilität nicht zu überbieten und erhält hiermit den Titel "Kurioseste Charaktere des Buches". 😁
Die Auflösung des Plots war für mich teils langatmig und anstrengend, doch voller Überraschungen und Wendungen. Sehr durchdacht und mit einem Finale, dass ich mir gewünscht und auch abgesehen habe. Absolut in Ordnung so und ein würdiger Abschluss für dieses großartige Buch.
"Passagier 23" von Sebastian Fitzek hat mir viel Einblick in das Metier der Kreuzfahrten gegeben, so dass ich dankend auf diese Reisemöglichkeit verzichte, sowie einen grandiosen Lesegenuss geboten. Ich vergebe diesem Psychothriller 5 von 5 Sterne.
~*~
So macht Lesen Freude, nicht wahr? Habt Ihr mal wieder einen Lesetipp für mich?
Aktuelle Bestseller vielleicht?
Würde mich freuen,
Eure MeiLing
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