"Die Nacht schreibt uns neu"
von Dani Atkins
Inhalt:
Emma
macht
sich bereit für ihren großen Tag. Die Wimperntusche in ihrer Hand
zittert ein wenig, aber ein bisschen Nervosität ist ganz normal, oder?
Beim Blick in den Spiegel tasten Emmas Finger automatisch
nach der alten Narbe dicht unter ihrem Haaransatz. Das sichtbare
Andenken an die Nacht, die ihr Leben verändert hat. Und nicht nur ihres.
Emma erinnert sich: an den furchtbaren Unfall auf dem
Heimweg von ihrem Junggesellinnenabschied, an den Tod ihrer besten
Freundin Amy, an ihren Retter Jack, an Richards liebevolle Reaktion, als
sie ihn gebeten hat, die Hochzeit zu verschieben. Und
an alles, was danach kam. Schließlich klopft es an der Tür. Jemand
ist gekommen, um Emma nach unten zu führen. Aber wer?
Meine persönliche Meinung:
Auf Grund der Inhaltsbeschreibung und des geheimnisvollen Titels und
Covers,
war ich auf einen gefühlvollen Roman gespannt, der sich
geheimnisvoll,
überlegt und vielleicht auch wenig
magisch/verzaubernd zeigt und mitreißend geschrieben ist.
Mitreißend geschrieben – ja, das kann ich bis zur Hälfte des Buches
sehr gut unterschreiben.
Am Anfang war da auch diese Magie, die ich mir
für das Buch gewünscht hatte, ich war verzaubert, es
war leicht zu lesen, die Worte ließen mich schmunzeln,
ließen mich
im richtigen Moment erschüttert sein.
Der Schreibstil der Autorin änderte sich im zweiten Teil des Buches
nicht unbedingt,
jedoch kam es in der Handlung zu viel Hin und Her,
dadurch wurde es streckenweise langatmig.
Im letzten
Drittel kollidierten für mich schmonzettig-kitschige Szenen mit
wirklich bewegenden Momenten, in denen Wortwitz spielen sollte, der für
mich nicht angebracht war.
Leider fielen mir sehr viele sprachliche Wiederholungen auf,
die
mich nach einer gewissen Wiederholungszahl einfach nur stören.
Im Beginn der Handlung sah ich viel Potenzial und war wirklich
begeistert dabei.
Irgendwann driftete das Ganze auseinander in ein
Geflecht aus vermeintlichen Verpflichtungen, Heimlichtuerei und
Lügen. Der eine meint es dem anderen gut, nur das Wichtigste,
nämlich miteinander zu sprechen, fehlt an jeder Ecke!
Das sprunghafte in
der Handlung ließ leider auch die Hauptprotagonistin für
mich irgendwann
als naiv und teilweise unsympathisch dastehen.
Da kommen wir auch schon zu den Protagonisten.
Wir erleben dieses Buch aus der Sicht von der Hauptprotagonistin
Emma,
und bekommen wunderbar Einblick in die Charakter ihrer Freundinnen
Caroline und Amy,
die unterschiedlicher nicht sein
könnten. Auch Jack und Richard sind sich sehr unähnlich,
zumindest
kommt es so rüber. Es kam oft die Frage auf,
ob man als Leser mit
irgendjemandem mehr favorisieren soll à la „Guter Cop – Böser
Cop“
und im Nachhinein ist man immer klüger und weiß: das hätte es
nicht gebraucht.
Das Buch zeigt Zeitsprünge auf, erwähnt Lebensabschnitte von Emma,
wichtige Inhalte aus aller Leben, benennt und betont Details in der
Handlung,
vertieft aber wenig davon. Es bleiben viele Fragen
offen.
Der Schluss hingegen lief wieder zu Anfangsform auf.
Ich traf dort
auf den ursprünglichen Zauber, den Charme der Geschichte,
die Magie
dieser tiefen Bindung wieder.
Leider war es für mich trotz
anfänglich großer Freude und Begeisterung, ab ca. der Hälfte
ein
eher schwerer Weg bis zu diesem tollen und ergreifenden Ende.
Wer aber ein wenig Rosamunde P - Feeling sucht,
ist hier super aufgehoben!

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