Sonntag, 19. November 2017

Buchrezension: "Mordsmäßig kaltgemacht"

Tachchen am Sonntag,

und es ist Bücherzeit!

Heute habe ich einen richtig humorvollen Krimi für Euch dabei,
der eigentlich richtig schön als Sommerlektüre dienen könnte,
doch ich bringe ihn hier mal für kalte Winterabende unter der Kuscheldecke ins Spiel.
Wieso ich das tue? - Weil ich es kann! 😉😛

"Mordsmäßig kaltgemacht"
von Saskia Louis



Inhaltsbeschreibung:
"Louisa Manu gibt sich redlich Mühe damit, ein langweiliges, ruhiges Leben zu führen - versagt jedoch auf ganzer Länge. Aber das ist ganz bestimmt nicht ihre Schuld! Sie hätte gern ein romantisches Date mit einem tollen Mann. Stattdessen segnet ihr Lieblingsmitglied der Kölner Eishockeymannschaft vor ihren Augen das Zeitliche. Sie
nimmt sich fest vor, sich diesmal aus den polizeilichen Ermittlungen rauszuhalten. Stattdessen bietet ihr eine örtliche Zeitung kostenlose Publicity an, wenn sie ebendies nicht tut. Was bleibt ihr also schon anderes übrig, als sich auf Verbrecherjagd zu begeben? Komissar Rispo setzt wieder mal alles daran, sie an ihrem Vorhaben zu hindern.... bis er plötzlich selbst ihre Hilfe braucht."

Meine persönliche Meinung:
Für Louisa Manu ist das hier bereits der dritte spannende Fall, der ihr sozusagen auferlegt wird, denn sie hat natürlich nie etwas damit zu tun, dass sie einfach so in die Ermittlungen gerät und auf einmal im Spotlight steht. Für uns Leser ist der Einstieg als bisher Nicht-Louisa Fan bei Band 3 kein Problem, ohne große Informationslücken zu verspüren konnte ich die Louisa Manu-Reihe mit diesem Buch starten und fand gut in das Geschehen. Wer also bei Band 3 sofort einsteigen will, sollte sich keine Sorgen wegen der Vorgängerbände machen, man kann gut hier mit Lesen beginnen.

Louisa Manu ist eine junge Frau, selbständig mit Blumenladen, die einfach umrissen nach ihrem persönlichen großen Glück sucht: Liebe (an 1. Stelle) und Erfolg, Freunde, was halt so dazugehört mit Ende 20, würde ich jetzt mal ganz klischeebehaftet sagen. Louisa stolpert dabei gerne durch´s Leben, von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen und kann von Glück reden, dass sie Menschen hat, die ihr da raus helfen oder sie sich eben auch selbst geschickt und auf charmant witzige Art da selbst wieder raus windet.

Hier haben wir einen Kriminalfall, in den sie (wieder mal) reinschlittert, auch ohne großes Zutun ihrerseits (natürlich), denn - wie in der Inhaltsbeschreibung schon steht - sie will sich ja raushalten, weswegen sie auch zur Leiche hingeht... Und da sind wir schon beim Punkt: Der Witz! Wir haben hier wirklich einen unterhaltsamen Roman mit Kriminalfall, das alles macht schon Spaß, und der Charm der Protagonistin und der Witz an vielen skurrilen Situationen ist nicht von der Hand zu weisen, nur wird mir vieles zu sehr aufgedröselt, um es humorvoll immer noch mal zu toppen, zu übertreffen, und das ist leider nicht mein Fall. Ich stehe auf unterschwelligen, also subtilen Humor, den fand ich hier nicht. Es ist alles sehr offensichtlich geschrieben, Humor auf dem Silbertablett. Auch mal schön, so einen spritzigen Roman zu lesen, doch ist es für mich zu anstrengend in einer Situation, die mir zB sagen soll "Louisa kochte sich einen Kaffee" erst noch zwei Absätze darüber zu lesen, wie ungeschickt ihr die Kaffeepads quer über den Tisch, dann den Stuhl bis letztendlich auf den Fußboden schlitterten. Das ist mir too much information, die es für meinen Gusto für einen guten Lacher nicht braucht. Allerdings habe ich für viele Jahre genau solche Romane geliebt und bevorzugt gelesen. Ich denke, meine Zielgruppe an Genres hat sich verändert, weswegen ich diesem Roman wirklich Humor und Witz zusprechen möchte, nur hat es eben meinen nicht ganz getroffen.

Der Plot an sich ist witzig, die Fettnäpfchen sind auch clever und interessant gewählt, da kann man nichts sagen. Das Buch selbst war für mich einfach nur anstrengend, weil ich es etwas gezwungen auf überlustig getrimmt empfunden habe und es zu viel für mich umschrieben war. Doch wie gesagt, das ist mein Geschmack.

Ich vergebe deswegen 3 von 5 Sterne und freue mich, dass das Buch bei anderen Lesern so gut ankam.

Habt alle noch einen schicken Sonntag, 
Eure MeiLing

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