Schönen Sonntag Ihr Lieben,
und wer gerade frühstücken und gleichzeitig hier lesen will,
sollte sich für eins von beiden entscheiden:
Im Leben muss man Prioritäten setzen
und dieses Buch passt leider mit nichts Essbarem zusammen.
Soviel vorweg zu meiner Rezension zu
"Sei brav und stirb"
von Simon Geraedts.
Bildquelle: Amazon
Inhaltsangabe holen wir uns mal von Amazon:
"Seit Monaten wird Marie von einem Arbeitskollegen belästigt. Da dessen Vater im Vorstand sitzt, lässt sie die widerlichen Annäherungsversuche über sich ergehen.
Eines Morgens betritt ein unheimlicher Kunde das Büro und bietet Marie an, das Problem aus der Welt zu schaffen. Toni ist ein verurteilter Mörder, der lebenslang im Gefängnis saß. Notgedrungen nimmt Marie seine Hilfe an und setzt damit eine Spirale aus Hass und Gewalt in Gang. Durch ihren verzweifelten Versuch, aus den Fängen dieses brutalen Mannes zu entkommen, landet sie selbst auf der Todesliste."
Zu den 238 Seiten gibt es einen Satz:
"In diesem Psychothriller blickt der Leser in die kranke Seele eines Mörders und erlebt die Ängste einer jungen Frau, die um ihr Leben fürchtet. Ein Garant für Gänsehaut und schlaflose Nächte."
Zu meiner persönlichen Meinung:
Ich will da gleich mal einhaken, was den letzten Satz betrifft: Sicherlich sind diese Attribute wie "Mörder hat ne kranke Seele" oder "verängstigte junge Frau hat Angst zu sterben" ein Pluspunkt in einem Psychothriller, doch gibt es damit noch
lange keine Gänsehaut oder schlaflose Nächte. Und genau dafür ist in meinen Augen dieser Psychothriller ein Garant, leider.
Ich möchte bei Marie, der Hauptfigur beginnen. Sie wird von Anfang an für mich als ein kleines Duckmäuschen dargestellt: Recht neu im Job, noch wenige Wochen, bis die Probezeit aus ist, muss aber am kurzen Arbeitstag länger bleiben, weil sie mit den Akten hinter hängt, da ihr diese Abläufe noch nicht so geläufig sind (nach knapp 6 Monaten). Das erfahren wir alles im ersten Kapitel von Marie, in der wir sie in ihrer Arbeit erleben. Dann kommt die Sache mit dem Arbeitskollegen, der sie ständig anbaggert, und und und. Klar, für eine solche Hauptfigur ist es nur zuträglich, dass sie einen Beschützer bekommt. Es war für mich alles vorhersehbar was danach für mich geschah. Sowohl wer die Rolle ihres Beschützers übernahm, wodurch einige Geschehnisse entstanden, warum ihr ExFreund ihr ExFreund wurde, und und und. Alles ein wenig schade und auch kein Garant für Gänsehaut oder schlaflose Nächte. 😉
Die Handlung war gar nicht mal so schlecht, denke ich. Sie bekam nur in der Ausführung durch den Autor einen kräftigen Totalschaden. Simon Geraedts schreibt in seinem Nachwort, dass er selbst keinerlei Blut oder Gewalt sehen kann, wenn er darüber schreibt, sei das hingegen etwas völlig anderes. Ja, ich weiß das nicht so genau, ob dann beim "Darüber-Schreiben" vielleicht nicht zu viel des Guten geschieht und den Lesern etwas geboten werden soll, dass auch richtig wummst!? Denn ich kann nur sagen: Vom Schreibstil wie eine Art Aufsatz eines Drittklässlers (gleiche Satzanfänge, Wiederholungen, etc) mit einfach zu viel Gewalt. Ich setze einen Psychothriller nicht mit dermaßen viel Gewalt und bildhafter Darstellung dieser gleich, damit ich Gänsehaut oder Nervenkitzel verspüre. Mich widerte es an mit der Zeit und ich hatte mehrere Punkte im Buch, an denen ich mir dachte, was Sache des Plots ist, und das Buch am liebsten einfach weg gelegt hätte.
Das Ende ist in sich schlüssig und klärt alles auf, was vorher bereits schon durchsickerte. Ich fand es in Ordnung und konnte das Buch ohne Gänsehaut und schlaflose Nächte, dafür mit Kopfschütteln und einem Rückblick auf enorm viel abgetrennte Köpfe ad acta legen. Natürlich schreibe ich noch eben die Rezension für Euch und damit auch alles im Lack ist, vergebe ich hiermit 2 von 5 Sterne.
~*~
Was ist für Euch wichtig, um beim Lesen mitgerissen zu werden? In welchem Buch habt Ihr das bisher erlebt?
Habt einen schönen Sonntag, haltet den Kopf oben 😁😂
Eure MeiLing

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