Donnerstag, 10. Mai 2018

MeiLing scheißt klug: Die 36 Gerechten

Meine sehr verehrten Herrschaften,

heute wird es mal wieder einen Klugscheißertag auf MeiLing Art geben, weil ich es einfach kann. 👍
Wundervollst, stimmt´s !? 😉😂

Ich habe ein Thema aufgeschnappt, bei dem ich sofort spürte,
dass es sich hier bei nicht nur um Phantasie, Fiktion oder Filmgenialität handelt,
sondern es sicher mehr dazu in Erfahrung zu bringen gibt.
Es geht um "Die 36 Gerechten",
habt Ihr von denen schon gehört?
Na macht ja nix, dafür sind wir ja alle heute hier zusammen gekommen,
um etwas dazu zu lernen! 😉




Ich bin durch mein Binge-Watching auf die "36 Gerechten" gekommen, denn mir fiel auf einmal die Serie "Touch" auf den Bildschirm. Da ich Kiefer Sutherland noch gut aus meinen jungen Jahren kenne, dachte ich mir so: Wo er Hauptdarsteller und auch mit in der Regie sitzt, das kann doch vielleicht was sein. Zuerst musste ich mich sehr konzentrieren, um das alles zu fassen, was in der Serie geschah und das brachte mich am Ende auch weiter, denn jedes Puzzleteil ergab mit
einem anderen ein Teil des Ganzen. Im Grunde stellt das unser Leben dar. Auch das Sprichwort "Man sieht sich immer zweimal im Leben" sollte nicht mehr diesen negativen "Touch" haben. 😉

In der Serie geht es um die Legende der "36 Gerechten" und ich möchte Euch heute von ihr erzählen. Diese Legende besagt, dass Gott die Welt nur wegen der "36 Gerechten", die es zu jeder Zeit auf der Welt gibt, trotz ihrer Sündhaftigkeit nicht untergehen lässt. Man weiß von diesen "36 Gerechten" weder Namen, Alter, Wohnort, Familienstand, Beruf, Hobbies, noch irgendwas sonst. Doch sie stellen mit ihren selbstlosen Taten immer wieder ein Gleichgewicht in der Welt dar, sonst wäre sie schon längst zerstört. Nur selten treten die "36 Gerechten"  in Erscheinung, meistens dann wenn Juden in Notlagen und in Gefahr sind. Dann soll ein "Zaddik" (= religiöser Titel für einen hoch angesehenen, heilig herausragenden Mann im Chassidismus) mit einer Wundertat Gottes Auftrag erfüllen und die Juden retten, doch danach gleich wieder verschwinden. Stirbt einer der "36", wird woanders ein neuer geboren.

Zurückzuführen ist diese jüdische Mythologie auf den babylonischen Talmud. Im Traktat Sanhedrin findet man folgende Stelle aus Jesaja 30, 18 kommentiert: "Darum harrt der Herr darauf, dass er Euch gnädig sei, und er macht sich auf, dass er sich euer erbarme, denn der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!" Wenn man sich das hebräische Wort für das "auf ihn" im letzten Satz ansieht, das "lo" lautet, erkennt man darin die Buchstaben "Lamed" und "Waw", die zugleich die Zahlenwerte 30 und 6 haben, da sie an eben diesen Positionen im Alphabet stehen. Klasse, oder?

Im 20. Jahrhundert tauchte die Legende der "36 Gerechten" bereits in vielen literarischen Werken auf. Hannah Arendt schrieb 1948 zB über das Verhältnis zwischen Politik und Moral und zum Andenken an den Pazifisten Judah Leon Magnes:
" Die alte jüdische Legende von den 36 unbekannten Gerechten, die immer da sind und ohne deren Anwesenheit die Welt in Scherben fiele, sagt letztlich etwa darüber aus, wie notwendig solch "edelmütiges" Verhalten beim normalen Gang der Dinge ist. In einer Welt wie der unseren, in der die Politik in einigen Ländern es längst nicht mehr bei anrüchigen Seitensprüngen beläßt,  sondern eine neue Stufe der Kriminalität erklommen hat, hat jedoch die kompromißlose Moralität plötzlich ihre alte Funktion, bloß die Welt zusammen zu halten, verändert und ist zum einzigen Mittel geworden, mit dem die eigentliche Realität - im Gegensatz zur von Verbrechen entstellten und im Grunde nur kurzlebigen Faktizität - erkannt und planvoll gestaltet werden kann. Nur diejenigen, die noch in der Lage sind, sich nicht von Nebelschwaden beirren zu lassen, die aus dem Nichts fruchtloser Gewalt hervor treten und sich auch dorthin wieder verflüchtigen, können mit so gewichtigen Dingen wie den ständigen Interessen und der Frage des politischen Überlebens einer Nation betraut werden."

Herr Trump, wie siehts aus mit aus dem Nichts hervor treten und sich auch wieder dorthin zurück verflüchtigen? Kennen Sie sowas? Aha, danke für das Interview!

In diesem Sinne sage ich ganz klar: Legende hin oder her, ich glaube ganz fest an diese 36 Menschen, diese 36 Gerechten da draußen. Wenn es mir gut tut, daran zu glauben, ist daran nichts verkehrtes, es ist sogar goldrichtig. Und ich glaube auch ganz fest daran, dass wir alle mit selbstlosen Taten die Welt in eine Fülle und einen Level an Liebe bringen können. Einen Überschuss an Liebe wird es nie geben, davon gibt es nie genug! Machen wir alle mit, das wird wunderbar! 💖

Ich knutschkugel Euch,
Eure MeiLing

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