Sonntaaaaag,
ich habe frischen Kaffee und eine Buchvorstellung für Euch dabei!
ich habe frischen Kaffee und eine Buchvorstellung für Euch dabei!
Vor allem eine ungemein schicke Buchvorstellung, denn dieses Buch ist frisch aus der Druckerei, der Erscheinungstermin war gestern, am 27.08.2016.
Ich berichte Euch heute etwas über "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante und widme diese Buchbeschreibung allen meinen genialen Freundinnen: Anna, Gaby, Evi in erster Linie!
Also ab ins #FerranteFever
~*~
Es ist eine Hommage an die Freundschaft, die
stets geprägt ist von so vielen Gefühlen.
Buchinhalt:
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?
Meine persönliche Meinung:
So reißt uns auch diese Geschichte von Elena und Lila mit in eine Zeit, die viele Leser so noch gar nicht erlebt haben werden.
Wir reisen in das Neapel der 50er Jahre und wachsen dort mit den beiden Mädchen im Rione zu jungen Frauen heran. Ein Aufwachsen geprägt von körperlicher und verbaler Gewalt, Armut, Sucht, Betrug, Verwahrlosung und dieser besonderen Freundschaft, die sich in diesem 1. Band der kommenden Reihe von Elena Ferrante knüpft und durch viele Etappen und Reifeprozesse der beiden Mädchen stärkt.
Wir reisen in das Neapel der 50er Jahre und wachsen dort mit den beiden Mädchen im Rione zu jungen Frauen heran. Ein Aufwachsen geprägt von körperlicher und verbaler Gewalt, Armut, Sucht, Betrug, Verwahrlosung und dieser besonderen Freundschaft, die sich in diesem 1. Band der kommenden Reihe von Elena Ferrante knüpft und durch viele Etappen und Reifeprozesse der beiden Mädchen stärkt.
Das zeigt sich für mich schon auf dem Cover des Buches, auf dem die beiden Mädchen bzw. Frauen für mich nicht zu unterscheiden sind. Sie werden zwar im Buch im Laufe der Zeit optisch unterschiedlich beschrieben, dennoch sind sie es auf dem Cover für mich nicht. Ich sehe das in Verbindung mit dem Buchtitel als eine spannende Parallele, die sehr viel in Richtung unzertrennlich sein, sich angleichen und tiefe Verbundenheit zu tun haben könnte.
Elena Ferrante schreibt in einer unglaublich bildhaften Weise. Beim Lesen von „Meine geniale Freundin“ konnte ich Italien förmlich riechen, schmecken und vor mir sehen, was mir eine große Freude war und diesen schönen Sommer noch herrlicher machte. In manchen Momenten, denn ebenso grausam nahmen mich auch diese beinahe schon nebenbei erwähnten Szenen von Gewalt, die in Lenù ́s und Lila ́s Leben quasi standardmäßig dazu gehörten, immer wieder gefangen. Fast schon einem Tatsachenbericht gleich und doch erzählt von einer Frau, die all das als Mädchen bzw in ihrer Jugend erlebte, übermannte mich diese unsagbare Reife der Erzählerin und ihrer Freundin, wobei es auch nur eine Art Abgebrühtheit oder Resignation mit der damaligen Situation gewesen sein könnte. Für mich persönlich war es schon sehr düster, ich hätte gern mehr Freuden mit den beiden erlebt, und sehnte mir mehr dieser entspannten und leichten Momente herbei.
Ich würde Sprache und Schreibstil als gehoben beschreiben. Beim Lesen in Ferante´s Sprache fühlte ich mich sehr wohl, es war ein angenehmes, wenn auch anspruchsvolles Leseerlebnis.
Diese Freundschaft zeigt so viele Facetten, die wir wohl alle in unserem Freundeskreis schon selbst erlebt haben oder beobachten konnten, die Frage ist nur, ob wir uns diese Gefühle auch alle eingestanden haben. Mit einem Schmunzeln schreibe ich diesen letzten Satz in meine Rezension, denn das Buch brachte auch mir die eine oder andere Erkenntnis, als ich mich selbst reflektierte. Auf ehrliche und schonungslose Art zeigt das Buch, was wir aneinander haben und wie wir voneinander lernen, uns auch angleichen, wenn wir befreundet sind; vielleicht auch ein wenig das Thema, wie wir nie sein woll(t)en.
Es tauchen sehr viele Charaktere auf in diesem Buch und ohne die beiden Möglichkeiten zum Nachschlagen, wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen, gebe ich ganz klar zu. Allerdings gibt es vorne im Buch schon eine ausführliche Erklärung zu allen Protagonisten, des Weiteren liegt ein faltbares Lesezeichen bei, auf dem nochmal die wichtigsten Figuren aufgeführt werden. Einen Clou hat Ferrante hier eingebaut: man muss sich nicht zwingend merken, wer gleich wieder wer ist, da sie großteils einfließen lässt, um wen es sich gerade dreht! So als würde ich Euch erzählen, ich habe heute schon „Anton, den Postboten“ getroffen
Elena, die uns die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, lebt mit ihrer Familie, Eltern und Geschwistern. Ihr Vater ist Pförtner, für ihre Mutter schämt sie sich, da sie sich nicht gut benimmt, zudem schielt und hinkt. Sie ist ein Mädchen in der Grundschule, wo sie auch Lina kennenlernt, die sie nur Lila nennt. Elena, selbst Lenù genannt, ist nicht sehr selbstbewusst und kennt kaum Bestätigung aus dem Elternhaus. In Lila findet Elena eine Art Gegenpol zu sich selbst. Lila ist schon mal frech, heckt gerne was aus und überschreitet Grenzen. Was verboten ist und heimlich gemacht werden kann, ist für sie gerade mal gut genug, ihre Denkansätze sind interessant und auch teils „abgefahren“. Eine höhere Schulbildung ist damals in beiden Elternhäusern noch nicht als wichtig angesehen, die Mädchen jedoch sind sehr klug und haben Träume. Sie ergänzen sich, sie lernen aneinander, voneinander und miteinander. Sie treten füreinander ein, wachsen aneinander, und auch wenn es Streit gibt, Phasen der Funkstille oder jede ihren eigenen Weg geht, ist da dieses Band zwischen ihnen. Und wir dürfen daran teilhaben.
Elena, die uns die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, lebt mit ihrer Familie, Eltern und Geschwistern. Ihr Vater ist Pförtner, für ihre Mutter schämt sie sich, da sie sich nicht gut benimmt, zudem schielt und hinkt. Sie ist ein Mädchen in der Grundschule, wo sie auch Lina kennenlernt, die sie nur Lila nennt. Elena, selbst Lenù genannt, ist nicht sehr selbstbewusst und kennt kaum Bestätigung aus dem Elternhaus. In Lila findet Elena eine Art Gegenpol zu sich selbst. Lila ist schon mal frech, heckt gerne was aus und überschreitet Grenzen. Was verboten ist und heimlich gemacht werden kann, ist für sie gerade mal gut genug, ihre Denkansätze sind interessant und auch teils „abgefahren“. Eine höhere Schulbildung ist damals in beiden Elternhäusern noch nicht als wichtig angesehen, die Mädchen jedoch sind sehr klug und haben Träume. Sie ergänzen sich, sie lernen aneinander, voneinander und miteinander. Sie treten füreinander ein, wachsen aneinander, und auch wenn es Streit gibt, Phasen der Funkstille oder jede ihren eigenen Weg geht, ist da dieses Band zwischen ihnen. Und wir dürfen daran teilhaben.
Besonders faszinierend finde ich, dass nicht klar ist, wer wirklich hinter dem Pseudonym Elena Ferrante steckt. Bei Veröffentlichung ihres ersten Romans entschied sich Ferrante für die Anonymität, es ist also nicht klar, ob sich ein weiblicher oder männlicher Autor, oder gar mehrere Autoren hinter dem Pseudonym verbergen.
All das ist sehr geheimnisvoll, für mich persönlich gibt es dem Ganzen noch mehr Tiefe. Elena Ferrante setzt „Meine geniale Freundin“ fort, somit dürfen wir uns auf die Erscheinungen der folgenden drei Bände der "Neapolitanischen Saga" im Laufe des nächsten Jahres im Suhrkamp Verlag freuen.
All das ist sehr geheimnisvoll, für mich persönlich gibt es dem Ganzen noch mehr Tiefe. Elena Ferrante setzt „Meine geniale Freundin“ fort, somit dürfen wir uns auf die Erscheinungen der folgenden drei Bände der "Neapolitanischen Saga" im Laufe des nächsten Jahres im Suhrkamp Verlag freuen.
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Meines Erachtens ist das Literatur für einen Buchpreis 2016!
Habt ein wundervolles Wochenende, seid lieb gegrüßt,
Eure LeseLing
Eure LeseLing
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