Donnerstag, 27. April 2017

Entspannung: 20 Minuten für Deine Gedanken

Hallöchen Ihr Herzerl!

Menschen all ova se wörld machen sich täglich ganz viele Gedanken.
Ja, auch ich!
Deswegen habe ich heute mal die Stühle so begutachtet,
und was wir mit ihnen alles machen können.




Welche Kulturen können so besonders gut abschalten?
Ich glaube, das sind doch die Japaner, oder, mit ihrem Schlüsselschlaf, kennt
Ihr das?
Die sitzen am Esstisch, legen den Kopf auf den Tisch und nehmen einen Schlüsselbund in die Hand, den Arm dabei auf dem Oberschenkel liegend. So entspannen sie, meditieren sie, nickern sie, und sobald der Schlüsselbund ihnen aus der Hand fällt, macht es "schepperdibumms" und sie wachen davon wieder auf und gehen ihrem Alltag weiter nach. D.h. bei Eintritt in die Tiefschlafphase, wenn die Muskulatur dann richtig locker lässt und der Schlüssel dadurch aus der Hand gleitet, stehen sie wieder auf, denn wenn man erst mal richtig tief schläft, ist man danach total groggy. Aber diesen Punkt zu erwischen und da aufzustehen, ist anscheinend voll der Lotusblütenkick!
Kennen wir das von den Amis nicht irgendwie als "power napping"?

Wir können aber auch was anderes machen mit einem besonderen Stuhl als zu schlafen. Klar, beim Schlafen erholen wir uns und grade, wenn wir viel um die Ohren und zu denken haben, ist es wichtig, dass wir dem Gehirn und auch Körper und Seele sehr viele Pausen gönnen. Aber wir können auch eine gewisse Ordnung für unsere Gedanken und unser Grübeln und dadurch unseren Tag mit einem Stuhl schaffen. Und ich verrate Euch heute wie! ;-)

Ihr braucht dafür einen Stuhl, der richtig häßlich, aber vor allem unbequem ist. Also wenn er hart, knochig, splitterig und schon Holzschimmel hat, dann ist das mehr wert, als wenn er häßlich ist, okay? Das ist wie bei "Alter vor Schönheit", hier zählt "Unbequem vor Häßlichkeit". Es geht auch eine Bank, ein Baumstumpf, ein richtig ätzendes Sofa, bei dem Euch eine Spirale in den Po piekst, aber es muss echt sau-unbequem sein.
Dieses Sitzdingens, wir nennen es im weiteren Verlauf "Stuhl", braucht nun nen echt kacke Platz. Lasst den bloß nicht im Blumenbeet stehen oder im schönsten Hobbyzimmer, das Ihr Euch gerade erst renoviert habt. Stellt ihn in den Keller, in den Hausgang, wo es zieht, oder in die Garage. Kacke Ort/Raum und Ihr solltet dort auch mal ungestört sein können.

Und so geht´s:
Das ist ab nun der Gedankenstuhl. Und dieser wird einmal am Tag, wenn möglich zu selben Uhrzeit für 20 Minuten von Euch aufgesucht. Popo drauf, guckt Euch einmal um (pfui deifi und druckt mi da Stui am Hintan) und dann wird der Wecker gestellt, denn Ihr widmet Euch wirklich 20 Minuten den Gedanken, die Euch belasten oder an was Ihr aktuell gerade so alles am organisieren seid. Alle Sorgen und Stressmacher dürfen in diesen 20 Minuten herzlich Willkommen sein. Doch klingelt der Wecker bedankt Ihr Euch bei Euren Gedanken und lasst sie wieder gehen. Dann steht Ihr bitte wieder auf und verlasst diesen "bah pfui deifi - Ort".

Kommt Euch das doofi vor?
Klar es ist ja auch nicht wirklich usual sowas zu machen. Doch wenn man das eine Zeit lang regelmäßig macht, verziehen sich die Sorgen und quälenden Gedankenkreisel wirklich aus dem Alltag genau in diese 20 Minuten zur eingeübten Zeit. Irgendwann braucht man am Tag nur noch diese 20 Minuten und hat tagsüber de Kopf frei, weil man sich gewiss ist, nichts zu vergessen, denn die Gedankenzeit kommt ja noch. Das ist eine total feine Übungssache und wirkt wirklich Wunder. Besonders abends eingesetzt, zB vor dem Fernsehen und Schlafengehen, ist das himmlisch, denn dann kann die Entspannung einsetzen und auch Träume sind weitaus weniger belastet von unserer Grübelei.

Sucht Euch doch mal ein Plätzchen und zeigt mir all die Schrauben, Nägel und Fetzen, die auf diesem Stuhl oder dergleichen zu finden sind. Je grausamer -> umso besser!
Legt die Grübelei in eine feste Zeit,
fühlt Euch freier,
Eure MeiLing

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