Hallöchen bei mich am Sonntaaaaaaag ;-)
Heute gibt es ein supertolles Buch, mit dem ich mich selbst beschenkt
habe zum Februar. Und ich bin so froh drum, denn es war jedes Wort wert,
ein absolut wundervolles Leseereignis.
~*~ "So wüst und schön sah ich noch keinen Tag" ~*~
von Elizabeth LaBan
von Elizabeth LaBan
Inhalt:
Im renommierten Irving-College ist
es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun. Ein mitreißendes Debüt über das Erwachsenwerden, verbotene Liebe und Verlust.
Meine persönliche Meinung:
Ich habe das Buch aufgeschlagen, die erste Wörter gelesen und es nahm mich sofort mit auf eine Reise:
* eine Reise in ein Internatsleben, das märchenhafte Bräuche hat und den Bildungs-, aber auch den Weg ins Erwachsenwerden auf ganz besondere Weise für seine Schüler gestaltet;
* ich ging auf eine Reise mit Tim, einem Albino-Teenager, der durch sein Aussehen eine gesellschaftliche Rolle innehat, die ihn in seiner Persönlichkeit jedoch zu etwas ganz Besonderem geformt hat;
* eine Reise mit Duncan, der zu Beginn nur nach den Regeln des Internats von sich berichtet, sich daran orientiert und gespannt ist, was kommt... bis er konfrontiert wird und an offene Wunden stößt.
Diese Reise mit dem Buch anzutreten wird durch Wortwahl und Schreibstil der Autorin Elizabeth LaBan unwahrscheinlich leicht und flüssig gestaltet. Keinerlei Stolperstellen, selbst die Fremdwörter des Englischlehrers Mr. Simon werden im Kontext erklärt, wodurch sich das Buch sehr gut liest.
Durch die Handlung ergeben sich zwei Erzählperspektiven, so dass wir die Gegenwart, und somit Duncan´s Handlungsstrang, von einem Erzähler geschildert bekommen. Die zweite Erzählperspektive nimmt Tim ein, der seine Geschichte erzählt, wodurch ich mich ihm sehr schnell verbunden fühlte.
Allgemein fand ich die Protagonisten mir beim Lesen sehr nah. Bei Duncan war deutlich spürbar, dass "etwas in der Luft liegt" und ihn ausbremst, Daisy empfand ich von Anfang an als sehr warmherzig, Vanessa einfach außergewöhnlich, usw. Mir schien es hier, als hätte die Autorin keine großen Beschreibungen oder zB Nennung von Hobbies oder Vergangenheit der Protagonisten gebraucht, um sie uns näher zu bringen, sondern dafür gezielt jeder Figur bestimmte Charaktereigenschaften zugewiesen, die sie auszeichnen.
Das Buch ist viel mehr als ein Jugendroman, viel mehr als eine Liebesgeschichte, viel mehr als eine Internats-Story. Liest man dieses Buch, wird man sich schnell über dessen Tragweite bewusst - man merkt, dass sich beim Lesen etwas verändert. Es macht nachdenklich. Das Buch ist tiefgründig und das zu Recht! Und während ich in der Leserunde noch Bedenken zu der Tiefe des Themas äußerte, war ich am Ende froh über den Ausgang des Buches, über die Lösung, die die Autorin dazu fand.
Welche Farbe hinterlässt mein Handeln?
Ich kann Euch nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen! Doch: was macht das mit Euch....... ?
5 von 5 Sternen - ganz klar!
Viele liebe Sonntagsgrüße,
Eure MeiLing

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