Sonntag, 11. Juni 2017

Buchrezension: Die Seele des Bösen - Besessenheit

Sadie Scott - Fans, aufgepasst!

Der zehnte Fall wird für Sadie Scott (inzwischen) Whitmann zur Zerreißprobe:
Stemmt Sie doch im Job normal immer alles Bravourös,
geht es diesmal sehr ins Privatleben und um ihre große Liebe!

Mein Dank geht an Dania Dicken,
dass ich auch dieses Mal wieder bei der Vorab-Leserunde zu

Sadie Scott
Die Seele des Bösen - Besessenheit

dabei sein durfte!





Inhaltsbeschreibung:
In ihrem neuen Fall leistet Sadie Amtshilfe für ihren Kollegen von der Polizei: Detective Nathan Morris bittet sie, ihn ins Gefängnis zu dem bereits lebenslänglich verurteilten Serienmörder Carter Manning zu begleiten. Der Polizist benötigt psychologische Unterstützung bei der Zuordnung zweier neuer Leichenfunde in Mannings Mordserie.
Während Sadie und Morris noch versuchen, das Rätsel um Manning zu knacken, überrascht ihr Mann Matt sie mit einer unangenehmen Offenbarung: Er hat eine unbekannte Verehrerin, die ihm nachstellt. Als sie sich bedroht fühlen, bitten die beiden Morris um Hilfe. Keine Sekunde zu früh, denn Matt gerät in große Gefahr... 

Meine persönliche Meinung:
Ein neuer Fall für Sadie Scott und wieder ein neuer Band der "Die Seele des Bösen"-Reihe, in der es der Autorin Dania Dicken gelungen ist, uns mit einer neuen Seite der Gewaltverbrechen und der FBI-Arbeit an ihr Buch zu fesseln. Dania versteht es einfach, mit fundierter Recherche und ihr Studium, all diese Hintergrundinformationen und ihr Fachwissen geschickt einzusetzen, so dass wir uns nicht nur durch den Plot unterhalten, sondern wirklich in einen Fall verstrickt und an der Ermittlung beteiligt fühlen. Das fand ich dieses Mal wirklich große Klasse!

Sadie fand ich in diesem Band sehr angenehm, so war mir schon häufig als sehr ruhmreich dargestellt vorgekommen und ich erwähnte der Autorin gegenüber bereits, dass ich Sadie´s Figur teilweise schon in einem Marvel-Superheldenkostüm vor mir sehen würde. Doch in "Besessenheit" empfand ich sie als sehr fachlich, sachlich in ihrem Beruf, aber auch sehr besorgt und weiblich, als Ehefrau, die beschützen will und sich dabei nicht Hals über Kopf in jeden Kampf stürzt, sondern erstmal nachdenkt. Sie nahm dieses Mal Hilfe an, das fand ich sehr sympathisch. 
Auch andere uns bekannte Charaktere dieser Buchreihe traten wieder unverkennbar stark auf. Mit Detective Morris kam ein für mich neuer Kandidat dazu, den ich gerne auf die "Wiedersehensliste" setzen würde.

Der Plot entführt uns wortwörtlich in zwei Verbrechensstränge, die psychologisch viel Abverlangen. Dania versteht es hier sehr gut, uns viel Fachwissen zu vermitteln, um uns die Handlung nachvollziehen und verstehen zu lassen, ohne uns dabei Freud´s größte Werke aufzuhalsen. Es ist verständlich geschrieben, gut erklärt, was manche Menschen zu solchen Taten veranlasst, und genau diese ganzen Informationen, machen m.E. ganz stark Dania´s Bücher aus. Man merkt sehr, wie viel Ahnung sie hat, das gefällt mir sehr. "Besessenheit" punktet für mich durch zwei vollkommen neue Fälle, die in meinen Augen viel zu wenig Beachtung bekommen oder einfach immer noch tabuisiert werden. Dass Männern Gewalt angetan wird, ist für viele immer noch unvorstellbar oder wird uns einfach auch nicht "anerzogen/beigebracht": Ein Mann muss sich wehren oder einstecken können. Völliger Schwachsinn, und was das dann mit einem Mann, dem Gewalt angetan wird, macht, kann sich niemand vorstellen. Deshalb: Grandiose Themenwahl, Dania!

Teils empfand ich Szenen als langatmig, als drehe man sich im Kreis. Weiterhin finde ich immer wieder Wortwiederholungen im Buch, die mir als Leser auf Dauer einfach nicht gefallen, zB "Das war ein schlimmer Moment, ich habe in jedem Moment geglaubt, dass...." Hier würden mir einfach andere Varianten besser gefallen, wie "Das war ein schlimmer Moment, ich habe jede Sekunde geglaubt, dass....". Kleinlich sein möchte ich sicherlich nicht, doch solche Textstellen gibt es sehr oft und finden sich in allen Bänden wieder, deswegen erwähne ich es in dieser Rezension ausführlicher.

Vom Lektorat würde ich mir wünschen, dass bei der Überarbeitung des Textes sorgsamer vorgegangen würde, denn es sind einige Schreibfehler im Text übersehen worden. Ein gutes Buch hat es verdient, fehlerfrei abgedruckt zu werden! 

"Die Seele des Bösen - Besessenheit", der zehnte Fall für Sadie Whitmann und Freunde, bekommt von mir wirklich satte 4 von 5 Sterne.  

~*~

Wie so ein fesselndes Buch einen heißen Sommer noch heißer machen kann.... hihihi!
Was lest Ihr gerade?

Klebrige Buchseitengrüße,
Eure MeiLing

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