Sonntag, 25. Juni 2017

Buchrezension: The Girl Before

Thrillerfans mit kriminalistischer Spürnase aufgepasst!

Nach doch einiger etwas Thriller-abwegiger eher sommerlicher Lektüre
in den vergangenen Wochen,
biete ich Euch heute ein richtig geniales Buch an, das folgendes beinhaltet:

Spannung, Spiel und null Schokolade, doch das macht nichts,
denn Spannung und Spiel sind unglaublich fesselnd,
Schokolade im Buch ist hier nicht gefragt!

Ich stelle Euch heute vor:

"The Girl Before"
von JP Delaney





Klappentext:
"Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas schreckliches."

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie
die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen und attraktiven Architekten des Hauses kennen lernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch dann erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb -  und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche, wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


Meine persönliche Meinung:
Ein 400-Seiten Buch in 24 Stunden lesen sei unmöglich?
Ist es nicht, wenn es dieses Buch hier ist!
Ich habe dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können, denn in Sachen Spannung war es für mich in diesem Jahr noch von keinem Buch zu übertreffen. JP Delaney hat hier verschiedene Stilmittel gewählt, die das Buch rasante Fahrt aufnehmen lassen, ohne die Spannungskurve mit Druck aufzubauen. Alles schleicht sich genüsslich und leise an, doch stetig spitzt sich die Situation in der Handlung zu und dies basiert zum einen auf der Erzählperspektive in der Ich-Form, nur dass wir hier sehr verwöhnt werden, wir haben nämlich gleich zwei Erzähler, die uns die Dinge aus ihrer Sicht schildern. Und dann kommt noch mehr Verwöhnen ins Spiel, denn zweiter Pluspunkt in Sachen Stilmittel und Erzählperspektive ist, dass ein Erzählstrang in der Vergangenheit stattfindet. Sozusagen zwei parallel und sich abwechselnde Erzählstränge um eine Handlung: Wo bekommt man das sonst schon? Weitere stilistische Details runden das Ganze ab - unglaublich gut gemacht!

Sprache ansprechend und flott zu lesen, hier stimmte für mich einfach alles. Gezielt eingesetzt wurde diese auch, um die Charaktere noch besser heraus formen zu können, die m. E. spitze gelungen sind. Jane, die sich hinein kniet, um sich wieder aufzurappeln, einen neuen Weg einzuschlagen und zu beschützen, was es am meisten zu beschützen gilt. Der Architekt hinter diesem Haus, der so viele Geheimnisse birgt. Emma, der so viel zugestoßen ist. Doch von all dem: Was bleibt am Ende wirklich?

Und hier ist der Knackpunkt! Eine Auflösung, die sich während des Buches entwickelt und heraus kristallisiert, und die mich faszinierte. Das spannungsgeladene Finale hätte für mich ruhig einen Ticken fulminanter sein können. ;-)

Dieses Buch hat mich so gut gepackt, gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich hier 5 Sterne vergebe! Für mich ein Buchleckerli vom Feinsten!

Solche BuchSchokolädchen kann ich uns allen nur wünschen! Welches war Euer letztes Buchzuckerstückchen?

Ich schick Euch viele liebe Grüße,
MeiLing 

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