Ach Ihr Liebeleins...... gäääääääähn
Wie geht´s Euch denn so?
I bin total miad! Ständig, laufend und andauernd, toujours l´amour sozusagen. Ach nee, das wäre ja was anderes und auch noch furchtbar anstößig und sauschön, aber leider leider, bin ich einfach nur täglich und immerzu müde! Kennt Ihr das zur Zeit auch?
Also ich habe auch noch andere Sachen festgestellt seit Anfang 2017: zB werden meine Haare ganz schäbig grau und Straßenköterbraun, wenn ich nicht alle vier Wochen nachtöne... Schrägglisch, was!? Oder ich habe auch so komische
Gestellbeschwerden. Und als ich beim Arzt war, hieß es dort: "Das kommt alles von der Erkrankung 'Alter'!". Hä? Höre ich nun auch noch schlecht und hat der das echt gesagt???!!!! ALTER? ICH? Mit meinen zarten 17 x 2,5?
Ich finde, das ging einfach so viel zu weit, dass ich mir einen anderen Arzt suchen muss!
Aber mal zurück zur Müdigkeit:
Ist das bei Euch auch so schlimm? So eine Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Abdriften und teilweise auch Gedankenleere oder das Gegenteil, nämlich Gedankenkreisen?
Ich höre das momentan von so vielen Seiten, dass ich auf die Idee kam, dem mal nachzugehen, denn wenn das so viele haben - auch in verschiedenem ALTER (!!!) -, dann kann das ja nicht an mir - und meinem ALTER (!!!) - liegen.
Folgendes fand ich heraus...
Müdigkeit ist ja schon fast "betörend", würde ich sagen: Da geht ja dann nichts mehr, außer dieses Gefühl des Rauschzustands! Ich fühle mich wie in Watte, süchtig danach, mich ihr hinzugeben, mich diesem Gefühl zu ergeben, mich reinfallen zu lassen - ich will mehr davon! Und es ist tatsächlich mit einem Rausch zu vergleichen, denn Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits nach 17 Stunden Nachtschicht Koordination und Reaktionsvermögen so abfallen, als hätte man 0,5 Promille Alkohol im Blut - erschreckend, oder!
Was ist Müdigkeit eigentlich?
Müdigkeit gehört ebenso wie Hunger oder Durst zu den Mechanismen des Körpers, die uns am Leben erhalten, oder wie würden wir sonst Pausen machen?! So ist Müdigkeit also auch ein Schutzmechanismus, der uns vor Überforderung/Überanstrengung sowohl geistig als auch körperlich bewahrt. Wir empfinden Müdigkeit oft als sehr angenehm, sie durchströmt uns dann ganz warm und wohlig und wir freuen uns darauf, ihr nachzugeben und uns in den Schlaf fallen zu lassen. Aber es gibt auch ein lästiges und listiges Müdesein, bei dem wir den Auslöser nicht kennen oder erkennen. Und diese Art des Müdeseins ist ein Symptom dafür, dass irgendwas nicht stimmt.
Zuerst sollte der Weg mal zum Hausarzt führen, der dann alles durchcheckt, was man so ständig mit sich trägt: Herzfrequenz, Blutdruck, Blutwerte (Wichtig: Vitamin D, Folsäure, etc und Schilddrüse). Ein starker Vitamin D - Mangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion können da schon mal Auslöser für sein. Aber meistens gibt es keine Erklärung durch Laborwerte oder Untersuchungen beim Arzt für diese lähmende Müdigkeit. Was dann?
Ich sag Euch was: Der Ärztemarathon, der Euch dann in Form von Spezialisten angeboten wird, den könnt Ihr getrost fallen lassen. Das Geheimnis liegt in Euren Lebensumständen und Eurem Denken und Handeln. Es geht um Kleinigkeiten in unserem Alltag, die vielleicht gar nicht so auffallen. Doch lasst da mal 20 am Tag zusammen kommen, dann ist das schon sehr ermüdend...
Wusstet Ihr, dass gewisse Sorten Käse Kopfschmerzen machen, Schokolade ebenso! Knoblauch treibt den Blutdruck hoch, auch das kann Kopfschmerzen machen oder auch das Einschlafen hemmen. Und ebenso gibt es weitere Lebensschwungkiller, die wir aber mit ein bisschen Übung in den Griff kriegen können.
Super für uns ist, wenn wir mit jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse zu uns nehmen. Das braucht unser Körper und Gehirn, um gesund zu bleiben. Auch Nüsse sind super für unser Gehirn, das fördert unser Denkvermögen und auch die Konzentration. Und wenn wir viel trinken, am Besten Wasser oder Kräutertee, ist unser Körper immer "gut im Fluss"! Das Croissant am morgen streichen wir... und ich ganz speziell mein Franzbrötchen :-/
Wie sieht denn Euer Arbeitsplatz aus? Türmen sich darauf die Unterlagen schon morgens, wenn Ihr den ersten Blick drauf werft? Oder kommt Ihr an einen aufgeräumten Arbeitsplatz, den Ihr Euch auch nach Eurem Gefallen eingerichtet habt: Eine Pflanze, ein Bild, ein schöner Bildschirmschoner, die Wand schick gestrichen? Noch nicht? Dann holt dies mal nach, denn nur wenn Ihr Euch wohlfühlt, könnt Ihr effizient und vor allem stressfrei arbeiten! Und dann kommt eine angenehme Müdigkeit auf und keine bleierne!
Das gilt natürlich auch für Euer Zuhause! Lasst Euch nicht erschlagen, arbeitet mit einfachen Ordnungssystemen: Regale mit Körben bieten sich an.
Bekommt Ihr oft noch sehr spät Anrufe, obwohl Ihr da eigentlich nur noch vor dem Fernseher oder auf der Couch mit einem guten Buch liegen wollt? Sprecht mit Euren Freunden und bittet Sie um Rücksicht und schaltet Eure Telefone und Klingel ab einer bestimmten Zeit stumm. Das Gehirn und der Körper brauchen abends und besonders vor dem Schlafen mindestens eine Stunde, um von all der Technik und auch den Geschehnissen des Tages Abstand zu bekommen. Dies fördert ein gutes Ein- und Durchschlafen, was wiederum ein gutes und waches Gefühl tagsüber bestimmt.
Setzt Zeichen mit Ritualen!
Ihr habt Mittags immer eine halbe Stunde Zeit, bevor die Kinder nach Hause kommen? Diese halbe Stunde gehört ab sofort NUR EUCH! Einzige Regel: Diese Zeit ist nur Gutem vorbehalten und es wird nicht gehaushaltet oder ähnliches! Meditation, Lesen, Schlafen, Ruhen, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, usw... alles schöne Dinge, die in 30 Minuten viel Raum finden und mit denen wir uns um uns selbst kümmern.
Unser Körper braucht jeden Tag mindestens 30 Minuten Tageslicht und das an den Händen und im Gesicht! Jetzt kommen die schönen Tage, da sollte uns das nicht schwerfallen, diesen kleinen Tipp umzusetzen! ;-)
Bewusster leben ist eins der Dinge, das mir ganz besonders hilft. Seit ich mich an jeder Blume erfreue, die sich zB als einzige ihren Weg am Straßenrand gebahnt hat, oder jeden Bissen meines Essens genüsslich kaue statt gestresst, bin ich mehr bei mir. Ich sehe mehr, ich rieche mehr, ich höre mehr, ich schmecke und fühle mehr. Dadurch kann ich auch besser entscheiden, was mir gut tut und was nicht. Ich bin immer noch dauernd schrecklich müde. Doch schon alleine zu lernen, was ich um mich haben kann und will, ist ein Schritt nach vorne!
Ich bin fest überzeugt davon, dass wir mit viel Übung ein feines Gespür dafür bekommen und lernen können, direkt nach und dann auch schon bald IN den Situationen, die uns so schwächen, zu merken, was uns ermüdet! Nur müssen wir selbst damit beginnen, uns so wichtig zu nehmen, besser auf uns zu achten!
Los, fangen wir an, es uns wert zu sein!
Ich drück Euch,
Eure MeiLing
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